Effektive Gesprächsführung im Projektmanagement

Carpe Verba hat einen Beitrag im Blog zum Thema Effektive Gesprächsführung im Projektmanagement

Effektive Gesprächsführung im Projekt-management

  • Klare Kommunikation ist entscheidend, um Missverständnisse und Konflikte in Projekten zu vermeiden.
  • Strukturierte Methoden wie Oreo, WWW und “Vom Problem zum Ziel” verbessern den Austausch im Team.
  • Aktives Zuhören, klare Botschaften und wertschätzendes Feedback fördern erfolgreiche Zusammenarbeit.

Unsere Trainerin Jana Schmid war zu Gast im Podcast “Projektmanagement im Glas” und hat darüber gesprochen, warum Kommunikation ein Schlüssel für den Projekterfolg ist. In der Episode spricht sie darüber, wie Projektleiter*innen kritische Themen ansprechen können, um Missverständnisse und Konflikte zu minimieren – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Erfolg von Projekten.

Die gesamte Podcast-Folge kann auf allen gängigen Plattformen gehört werden. Hier geht’s direkt zur Episode: Projektmanagement im Glas – Episode 31.

Drei bewährte Methoden für erfolgreiche Kommunikation im Projektmanagement

Projekte sind komplex, dynamisch und oft mit vielen unterschiedlichen Stakeholdern verbunden. Die Art und Weise, wie Projektleiter*innen kommunizieren, entscheidet oft darüber, ob ein Projekt reibungslos verläuft oder ob Herausforderungen eskalieren. Häufige Probleme wie Missverständnisse, unausgesprochene Erwartungen oder fehlendes Feedback können den Fortschritt erheblich behindern.

Jana Schmid zeigt in der Podcast-Folge praxisnahe Strategien, um diese Herausforderungen zu meistern. Dabei stellt sie drei bewährte Methoden vor, die Projektleiter*innen helfen, eine klare und wertschätzende Kommunikation zu etablieren.

1.”Vom Problem zum Ziel” – Lösungsorientiertes Denken fördern
Diese Methode hilft dabei, den Fokus von Schwierigkeiten hin zu konkreten Lösungen zu verschieben. Sie führt durch vier wesentliche Schritte:

  • Meine Gegenüber verstehen: Zunächst geht es darum, aktiv zuzuhören und die Perspektiven aller Beteiligten wahrzunehmen.
  • Probleme in Ziele umwandeln: Statt sich nur auf das Problem zu konzentrieren, wird überlegt, welches positive Ziel erreicht werden soll.
  • Motivation entdecken: Welche Anreize gibt es, dieses Ziel zu verfolgen? Was treibt das Team an?
  • Erste Lösungsideen und Schritte: Schließlich werden erste konkrete Maßnahmen entwickelt, um das Ziel zu erreichen.

Diese Methode hilft, Blockaden in der Kommunikation aufzulösen und konstruktive Lösungsansätze zu finden.

2.”Oreo-Prinzip” – Klare Standpunkt-Kommunikation
Manchmal ist es herausfordernd, die eigene Meinung verständlich und überzeugend zu vermitteln. Das Oreo-Prinzip sorgt für eine klare Struktur in der Argumentation:

1. Opinion (Meinung): Die eigene Kernbotschaft sollte zu Beginn direkt und klar geäußert werden.
2. Reason (Gründe): Es folgen maximal drei überzeugende Gründe, die die Meinung unterstützen.
3. Example (Beispiel): Ein konkretes Beispiel verleiht den Argumenten Nachdruck und macht sie greifbarer.
4. Opinion (Meinung): Zum Abschluss wird die Kernbotschaft erneut betont, um sie im Gedächtnis zu verankern.
Diese Methode stärkt die Überzeugungskraft und sorgt für eine klare, nachvollziehbare Kommunikation.

3.”WWW-Modell” – Effektives Feedback geben
Konstruktives Feedback ist essenziell für erfolgreiche Zusammenarbeit. Das WWW-Modell bietet eine wertschätzende Struktur, um Rückmeldungen zu geben:

  • Wahrnehmung: Zunächst wird das beobachtete Verhalten ohne Bewertungen beschrieben.
  • Wirkung: Anschließend wird erläutert, welche persönliche Wirkung dieses Verhalten hatte, idealerweise durch Ich-Botschaften.
  • Wunsch: Zum Schluss wird ein positiver Wunsch oder eine konkrete Empfehlung für die Zukunft ausgesprochen.
    Diese Methode fördert eine offene Feedback-Kultur und verhindert Missverständnisse, da sie auf Fakten und persönlicher Wahrnehmung basiert.

Wir bedanken uns herzlich bei Corivus für die Einladung und bei Christian Dürk, dem Podcast-Host und Vorstand von Corivus, für das spannende Gespräch. Es war uns eine Freude, unser Wissen zu teilen und einen Beitrag zur besseren Kommunikation im Projektmanagement zu leisten.
Hört doch mal rein und lasst euch inspirieren, wie ihr eure Kommunikationsstrategien im Projektalltag verbessern könnt!
Hier geht’s zur Episode: Projektmanagement im Glas – Episode 31

„Erfolgreiche Projekte stehen und fallen mit der Kommunikation. Wer offen, klar und lösungsorientiert spricht, verhindert Missverständnisse und stärkt das Teamgefühl.“ Jana Schmid

Grafik mit Titel "3 Methoden dzur effektiven Gesprächsführung" vom Podcast "Projektmanagement im Glas" mit Jana Schmid von Carpe verba!
Hanne Philipp ist Geschäftsführerin und Ansprechpartnerin für Training, Moderation, Coaching und Produktentwicklung bei Carpe verba! in den Themen Transformation, Team- und Organisationsentwicklung

Hanne Philipp

Führungskräftebegleitung & Organisationsentwicklung

Hanne Philipp ist Deine Ansprechpartnerin für Trainings, Coachings und Entwicklungsformate. Mit über 20 Jahren Erfahrung begleitet sie Führungskräfte und Teams wirksam. Du hast ein Anliegen oder willst gemeinsam erste Ideen entwickeln? Dann nimm gerne direkt Kontakt auf!

Wie wir Denkfehler zu E-Learning überwinden

Carpe Verba hat einen Beitrag im Blog zum Thema Wie wir Denkfehler zu E-Learning überwinden

Wie wir Denkfehler zu E-Learning überwinden

  • Kürzere, interaktive Einheiten fördern bessere Verarbeitung, Anwendung und damit den Lernerfolg.
  • KI-gestützte Lernplattformen passen Inhalte an, individuelle Trainings erhöhen Relevanz und Wissenstransfer.
  • Digitale Tools machen Online-Trainings interaktiver, Echtzeit-Feedback steigert das Engagement.

Learning & Online-Zusammenarbeit haben bei vielen immer noch einen schlechten Ruf. Die typischen Vorurteile:

  • Isolation und soziale Distanz
  • Kein echter persönlicher Austausch
  • Frontalunterricht mit langatmigen Monologen
  • Ablenkung durch parallele Aufgaben wie E-Mails

Dass viele Unternehmen und Teams während der Pandemie zwangsweise auf digitale Formate umsteigen mussten, machte es nicht unbedingt besser. Doch schlechte Erfahrungen bedeuten nicht, dass Online-Lernen nicht funktioniert. Vielmehr ist es eine Frage der Konzeption.
Dieser Beitrag zeigt, wie wir Online-Formate so gestalten können, dass sie nicht nur gleichwertig, sondern in manchen Fällen sogar wirksamer als Präsenztrainings sind. Denn das eigentliche Ziel ist nicht das Format an sich, sondern die Wirksamkeit und der nachhaltige Lerntransfer.

Denkfehler Nr. 1: Präsenztrainings sind immer besser als Online-Formate
Es hält sich hartnäckig das Bild, dass Online-Trainings nur eine Notlösung seien – ein billiger Ersatz für das „echte“ Lernen in Präsenz. Aber das stimmt so nicht.

Was stattdessen gilt:

  1. Gezielt gestaltete Online-Trainings können sogar eine höhere Wirksamkeit haben. Durch kürzere, intensivere Sessions mit Zeit zur Verarbeitung dazwischen wird der Transfer erhöht.
  2. Adaptive Lernpfade und personalisierte Lernprozesse sorgen für mehr Relevanz, da Inhalte gezielt an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst werden können.
  3. Hybride Blended-Learning-Konzepte kombinieren das Beste aus beiden Welten: Asynchrone Wissensvermittlung ergänzt durch Live-Interaktion führt zu nachhaltigem Lernen.

Warum Online-Trainings oft besser funktionieren

Neurodidaktik bestätigt: Lernen in kleineren Häppchen verbessert den Lernerfolg. Kurze, regelmäßige Sessions mit anschließender Reflexion fördern die Informationsverarbeitung und Umsetzung im Arbeitsalltag.

KI-gestützte Lernplattformen individualisieren den Lernprozess. Moderne E-Learning-Tools analysieren Fortschritte und passen Inhalte an – für ein maßgeschneidertes Lernerlebnis.

Digitale Interaktionstools steigern die aktive Beteiligung. Durch Miro, Mural oder digitale Whiteboards können Teilnehmende interaktiver mitgestalten, was die Zusammenarbeit verbessert.

Praxisbeispiel: Ein Kommunikationstraining von 0 auf 100 % Online
Unser eigenes Beispiel zeigt, wie sich ein klassisches Präsenztraining für eine komplexe Kommunikationsmethode erfolgreich in ein vollwertiges Online-Format transformieren ließ:

  1. Phase 1: Vorabfrage zur individuellen Bedarfsermittlung
    → Geringer Aufwand, aber großer Effekt: Teilnehmende setzen sich bereits mit dem Thema auseinander und starten gezielter ins Training.
  2. Phase 2: Vorbereitender Klick-Kurs
    → Erste Inhalte und Übungen vorab digital bereitstellen – das spart Seminarzeit und ermöglicht eine intensivere Praxisphase.
  3. Phase 3: Online Follow-up statt ungenutzter Nachbereitung
    → Direktes Feedback auf Praxisfälle, um die Umsetzung in den Arbeitsalltag zu erleichtern.
  4. Phase 4: Live-Online-Formate mit adaptiven Lernschleifen
    → Kürzere, interaktive Einheiten mit Reflexions- und Anwendungsphasen sorgen für nachhaltigen Wissenstransfer.
  5. Phase 5: Visuelle Kollaborationstools für mehr Interaktion
    → Tools wie Miro, Conceptboard oder FigJam fördern aktive Beteiligung und gemeinsames Lernen.

Fazit: E-Learning ist kein defizitäres Präsenztraining
Die Herausforderung besteht nicht darin, Online-Lernen einfach als Notlösung zu betrachten, sondern es als eigenständige und oft überlegene Lernform zu verstehen. Mit den richtigen didaktischen Konzepten bietet es enorme Vorteile:

  • Höhere Transferwirksamkeit durch kürzere, interaktive Lerneinheiten
  • Individuelle Lernpfade durch KI-gestützte Systeme
  • Gesteigerte Engagement-Rate durch moderne digitale Kollaborationsmethoden

Die Zukunft des Lernens ist nicht digital oder analog – sie ist personalisiert, interaktiv und nachhaltig

Bild von Händen auf der Tastatur vor Inhalten einer E-Academy, da im Blogbeitrag typische Denkfehler von E-Learning angesprochen werden.
Hanne Philipp ist Geschäftsführerin und Ansprechpartnerin für Training, Moderation, Coaching und Produktentwicklung bei Carpe verba! in den Themen Transformation, Team- und Organisationsentwicklung

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Mindset statt Methoden – So gelingt Agilität

Carpe Verba hat einen Beitrag im Blog zum Thema Mindset statt Methoden – So gelingt Agilität

Mindset statt Methoden – So gelingt Agilität

  • Agil arbeiten bedeutet flexibel zu denken und schnell auf Veränderungen zu reagieren.
  • Ohne ein agiles Mindset führen Methoden nicht zur gewünschten Transformation.
  • Nachhaltige Veränderung erfordert eine offene Lernkultur, in der Fehler als Chancen gesehen werden.

Agilität war lange das Schlagwort der Stunde. Unternehmen weltweit führten agile Frameworks ein, um schneller und flexibler auf Veränderungen zu reagieren. Doch ist dieser Ansatz bereits überholt? Ganz im Gegenteil: In einer Welt, die von technologischen Innovationen, globalen Krisen, geopolitischen Unsicherheiten und veränderten Kundenbedürfnissen geprägt ist, bleibt Anpassungsfähigkeit entscheidender denn je. Organisationen stehen unter massivem Veränderungsdruck und benötigen flexible Strukturen sowie eine offene Haltung, um langfristig erfolgreich zu sein.

Viele Organisationen versuchen, diesem Druck durch die Implementierung agiler Methoden zu begegnen. Sie setzen auf Scrum-Teams, Kanban-Boards, Sprints und Daily Stand-ups – in der Hoffnung, dass diese Werkzeuge allein den Durchbruch bringen. Doch die Realität sieht anders aus: Ohne ein tief verankertes agiles Mindset bleiben Methoden bloß leere Hüllen, die bestenfalls kurzfristige Effekte erzielen, langfristig jedoch nicht die gewünschte Transformation bewirken. Dabei spielt es keine Rolle, ob man von Agilität, digitaler Transformation oder New Work spricht – ohne die zugrunde liegende Haltung sind es lediglich schön klingende Buzzwords.  

Studien zeigen, dass viele Führungskräfte ihr Unternehmen bereits für agil halten, während die Mitarbeitenden oft eine völlig andere Wahrnehmung haben. Sie erleben starre Prozesse, ineffiziente Entscheidungswege und wenig Raum für echte Mitgestaltung. Warum dieser Widerspruch? Weil wahre Agilität nicht bedeutet, Prozesse einfach nur zu beschleunigen oder Teams mit agilen Werkzeugen auszustatten. Vielmehr erfordert sie eine grundlegende Veränderung in der Denkweise – von Kontrolle zu Vertrauen, von Hierarchie zu Kollaboration und von Perfektion zu kontinuierlichem Lernen und Adaptieren. Wer Agilität lediglich als eine Methode zur Effizienzsteigerung begreift, wird früher oder später feststellen, dass die erwarteten Erfolge ausbleiben.

Agilität braucht mehr als nur Methodenhype

Agilität beginnt im Kopf – nicht im Toolset. Unternehmen, die wirklich agil werden wollen, müssen eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und Experimentierens schaffen. Es geht darum, Hierarchien zu hinterfragen, Entscheidungswege zu dezentralisieren und Selbstorganisation zu fördern. Erfolgreiche agile Unternehmen setzen nicht nur auf Methoden, sondern auf eine klare innere Haltung: Vertrauen, Transparenz und iterative Verbesserungen. Sie verstehen, dass Fehler nicht das Ende eines Projekts bedeuten, sondern wertvolle Erkenntnisse liefern und dass Anpassungsfähigkeit ein zentrale Erfolgsfaktor ist. Wer hingegen nur auf agile Methoden setzt, ohne das Mindset zu entwickeln, bleibt im alten Denken gefangen – nur mit neuen Buzzwords.

Wirklich agile Organisationen denken über Methoden hinaus. Sie schaffen eine Unternehmenskultur, in der sich Mitarbeitende entfalten können, in der Eigenverantwortung, Transparenz und kontinuierliches Lernen gefördert werden. Führungskräfte übernehmen die Rolle von Coaches, statt Mikromanagement zu betreiben.

Ein Praxisbeispiel: Ein Softwareunternehmen wollte agiler arbeiten und begann nicht mit Methoden, sondern mit einer kulturellen Transformation. Durch mehr Eigenverantwortung, iteratives Arbeiten und eine offene Fehlerkultur wurde das Unternehmen nicht nur schneller, sondern auch innovativer.  

Agilität ist kein starres Framework, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der Unternehmen zukunftssicher macht. Wer sich nicht bewegt, bleibt stehen. Oder, um es mit Winston Churchill zu sagen: „Konsequent ist nur der, der sich selbst mit den Umständen wandelt.“

Lust auf mehr Agilität? In unseren Seminaren helfen wir dabei, ein agiles Mindset zu entwickeln – praxisnah, inspirierend und zukunftsweisend.

Wer sich nicht bewegt, bleibt stehen.

Mehrere Personen diskutieren mit agilem Mindset um einen Tisch mit Post-Its, die für Agilität in der Methodik stehen.
Hanne Philipp ist Geschäftsführerin und Ansprechpartnerin für Training, Moderation, Coaching und Produktentwicklung bei Carpe verba! in den Themen Transformation, Team- und Organisationsentwicklung

Hanne Philipp

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